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Kr.Barons biografie:

  • 31 Oktober 1835 – Geboren in Strutele in der Familie der Landgutdiener Juris und Eņģele Barons als achtes und somiet jōngstes Kind.
  • 1842 – Anfang der Schuljahre in Dobele, der damaligen Schule Kubele in Dundaga.
  • 1848 – 1851 – Lernen in der Elementarschule und der Gemeindeschule Ventspils.
  • 1852 – 1855 – Lernen im Gymnasium Jelgava.
  • 1856 – Studium an der Universität Dorpat (Tartu), Fakultät fūr Physik und Mathematik mit der Spezialisierung in Astrnomie. Beteiligung an der Tätigkeit des lettischen Studentzirkels. Zeit der Jungletten. Reise zu Fuß von Dorpat nach Dundaga. In deren Ergebnis schreibt Krišjānis Barons das Geographiebuch ,,Beschreiben unseres Vaterlandes”.
  • 1862- 1865 – Arbeit in St. Petersburg in der lettischen Zeitung ,,Pēterburgas Avīzes” (Petersburger Zeitungen). Heirat mit Frau Dārta Rudzīte.
  • Am 13 Oktober 1865 Geburt von Sohn Kārlis.
  • 1867 – 1880 – Arbeit des Hauslehrers im Landgut Uderevka, Gouvernement Woronsh in der Familie Stankevitch. Zusammenstellung eines bibliographischen Anzeigers, in dem die wichtigste Literetur ?ber die baltischen Gouvernements zusammengefaßt ist (1867).
  • 1878 – Anfang der Arbeit an der Zusammenfassung und Systematisierung der lettischen Volkslieder in Moskau.
  • 1880 – nach den Entwōrfen und Vorschlägen von Krišjānis Barons wird von einem deutschen Tischler in Moskau der ber?hmte Dainu – Schrank angefertigt.
  • 1893 – Rūckkehr in Riga.
  • März 1894 – in Jelgava erscheint der 1. Teil der ,,Latvju dainas” (Lettische Volslieder)
  • 1900 – 1909 – mietet zusammen mit seiner Frau eine Wohnung in Agenskalns, Riga. Intensive Arbeit an der Veröffentlichung der Dainas.
  • 1909 – 1919 – Lebensjahre in Vecmilgravis, im vom Holzwirtschaftler und Mäzen Augusts Dombrovskis (1845 – 1927) erbauten s.g. Haus Burtnieki.
  • Juni 1914 – Tod der Gattin Darta (geb. 1838 in Limbaži).
  • 1915 – Krišjānis Barons hat von St. Petersburg Band 5 und 6 der ,,Latvju dainas” erhalten – Ende der Arbeit an den Dainas.
  • Sommer 1919 – Umzug ins Riger Zentrum, Suvorova (jetzt Kr. Barona) Str. 3, wo er inmitten der Familie seiners Sohnes die kūnftigen Lebensjahre verbringt
  • 1920 – 1923 – Arbeit an der Vorbereitung der ,,Latvju dainu izlase” (Auslese der lettischen Volkslieder) un ,,Atmiņas” (Erinnerungen) zusammen mit der Schwiegertochter Lina. Angefangen die Forschung ūber die Metrik der Volkslieder.
  • 8. März 1923 – gestorben in seniem 88. Lebensjahr
  • 14. März 1923 – das letzte Geleit von Krišjānis Barons von der Domkirche zum Großen Friedhof.

Am 31.Oktober 1985 wurde im Zentrum der Stadt Riga, im Wöhrmanshen Park ein dem bedeutenden lettischen Folkloristen Krišjānis Barons (1835-1923) gewidmetes Denkmal enth?llt. An demselben Tag wurde auch die T?r des Museums von Dainu – Vater (Volksliedervater) im unweit gelegenen Haus im Krišjāņa Barona Straße 3 f?r die Besucher geöffnet. Hier hatte der große Geist der lettischen Kultur seine letzten vier Lebensjahre (1919-1923) verbracht . Sein Lebesende war von der Liebe seiner Verwandten bestrahlt, und Krišjānis Barons reichte ihnen wiederum seine in den langen Jahrzehnten angesammelte Ruhe und Lebenserfahrung. Die Dainu – Welt hatete auch ihren Pfleger verwandelt. Die tausendjährige Volksweisheit gab ihm Trost und Verklärung sogar in den Erschöpfungs-stunden und verwies auf die ewige Ordnung der Dinge. ,,Diese Arbeit ist geleistet, welche tue ich als nächste?”schrieb Krišjānis Barons nach dem Erhalten der letzen Bände der ,,Latvju Dainas” (Lettishe Volkslieder) (6 Bände in 8 B?chern, 1894-1915). Am Lebensende muß man Wirklich die Arbeit fortsetzen. Krišjānis Barons hatte vor, insbesondere die Metrik der Volklieder zu erforschen. Die Bitte des Bildungsministeriums der Republik Lettland, ,,Latvju dainu izlase” (Auslese der lettischen Volkslieder) f?r die Schuljugend zu orden, erf?llte er zusammen mit seiner geliebten Schwiegertochter Līna Barona (1872-1932), von ihm ,,Schwiegertöchterchen – Weiden – Kätzchen” genannt. So brauchte er ihre Hilfe auch am Schreiben des ,,Atmiņu” (Erinnerungen) Buches. Dieses Buch erschien schon nach dem Tod von Krišjānis Barons 1924. Wie die Urväter der Volkslieder inmitten ihrer Arbeit Jenseit erblickt haben so ging auch Krišjānis Barons, obwohl schon im hohen Alter, inmitten noch geplanter Arbeiten dahin…Nicht jeder hat das Gl?ck, daß das in seniem Leben Geleistete zum Volk gelangt. Nicht jedem hat Gott die Vernunft gegeben, nach einer jahrzehnte langen, schwierigen und uneigenūtziggen Arbeit solche Worte zu sagen
,,Nu ja, ein weinig Arbeit ist schon geleistet worden…”
Das menschliche Leben ist wie ein bunter Spechtbauch. Die Ereignisse reihen sich und bedecken einander wie Dachspäne. Und wenn man sich nicht in aller Welt ohne ein bestimmtes Ziel und klare Überzeugung herumgetrieben hat, wird das lebensdach weder Herbstregen durchlassen noch vom plötzlich heraufgezogenen Wirbelsturm begroht sein. Im Leben von Krišjānis Barons gab es genug fröhliche wie auch trau- Rige Momente, Freude der Selbstūberwindung und beängstigende Leere der Unwissenheit nahe un weite Länder und Völker, Versuchungen und Enttäuschungen. Das Leben eines Menschen kann auch ein Geschichtsbuch sein, aber keine Kette von trockenen Jahreszahlen. Eher – eine prächtige illustrierte Anlaga, in der anschaulich die in der Schicksalsdecke eines Menschen eingewobwnwn Faden der großen Weltveränderungen zu sehen sind.